Berliner Höhenweg

Berliner Höhenweg

Als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Interesse an der wissenschaftlichen Erschließung der Alpen immer größer wurde und die neu gegründeten, vorwiegend akademisch geprägten Alpenvereine begannen, Schutzhütten mit den dazu notwendigen Zustiegswegen zu erbauen, entstand auch der Wunsch, diese teils sehr hochgelegenen Hütten untereinander zu verbinden. Oft wurden dazu bereits vorhandene Pfade der Jäger und Schmuggler verwendet. Der „Ötzi“ fand sein Ende auf solch einem alten Pfad.

In den Zillertaler Alpen war besonders die Sektion Berlin des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DOeAV) aktiv und errichtete unter anderem ab 1879 die Berliner Hütte. Schon 1889 wurde ein hochalpiner Steig über das Schönbichler Horn (3.133 m ü. A.) zum damals neuen Furtschaglhaus fertiggestellt. Wer heute die zahllosen z. T. bearbeiteten Granitplatten dieses Weges betritt, kann sich vorstellen, was für eine Arbeit von den einheimischen Arbeitern dort geleistet wurde. Dieses Teilstück mit einem Höhenunterschied von 1060 Metern war die Keimzelle des späteren Berliner Höhenweges.

Etappen

Finkenberg (785 m) – Gamshütte (1916 m) Über den Hermann-Hecht-Weg erreicht man die Gamshütte. Aufstieg 1000 m, Gehzeit ca. 3,5 Stunden

Gamshütte – Friesenberghaus (2498 m)
Diese Etappe ist mit 14 km die längste und anspruchsvollste. Der Weg, der auf 2000 m Höhe verläuft, ist südwest-exponiert, was im Hochsommer maximale Sonneneinstrahlung bedeutet. Wird wenig begangen, Aufstieg 1130 m, Abstieg 561 m, Gehzeit ca. 9 Stunden

Friesenberghaus – Olpererhütte (2389 m)
Kürzeste Etappe, Aufstieg 150 m, Abstieg 250 m, Gehzeit ca. 1,5 Stunden

Olpererhütte – Furtschaglhaus (2295 m)
Diese Etappe des Weges führt entlang des Schlegeisspeichers auf einer Fahrstraße südöstlich in Richtung Furtschaglboden. Abstieg 600 m, Aufstieg 500 m, Gehzeit ca. 4 Stunden

Furtschaglhaus – Berliner Hütte (2040 m)
Am Schönbichler Horn wird mit 3133 m die höchste Stelle des Berliner Höhenweges erreicht. Im Gipfelbereich sind Drahtseilversicherungen als Steighilfen vorhanden. Diese Etappe ist z.T. ausgesetzt und anspruchsvoll. Aufstieg 900 m, Abstieg 1060 m, Gehzeit ca. 7 Stunden

Berliner Hütte – Greizer Hütte (2226 m)
Über die Mörchenscharte (Sicherungsseile, kurze Leiter) hinab zum Floitengrund dann hinauf zur Greizer Hütte. Aufstieg 1200 m, Abstieg 1050 m, Gehzeit 7 Stunden

Greizer Hütte – Kasseler Hütte (2177 m)
Über die Lapenscharte, hinab ins Lapenkar, zur Elsenklamm (Seilversicherung) ziemlich eben zur Kasseler Hütte (der Weg über die Schuhscharte, auf manchen Wanderkarten noch eingezeichnet, ist durch einen Bergsturz nicht mehr begehbar, Absturzgefahr). Aufstieg 500 m, Abstieg 550 m, Gehzeit 6 Stunden.

Kasseler Hütte – Edelhütte (2237 m)
Über den Siebenschneidenweg, wegen der 7 zu überquerenden Grate so genannt, 14 km bis zur Edelhütte, zwischendurch eine kurze Seilversicherung und Eisenstifte als Tritte an einer ausgesetzten Stelle. Aufstieg 600 m, Abstieg 550 m, Gehzeit 9 Stunden

Abstieg nach Mayrhofen
Entweder mit der Seilbahn (Ahornbahn), Abstieg von der Edelhütte 300 m, oder zu Fuß über die Föllenbergalpe und dem Gasthaus Alpenrose nach Mayrhofen, Abstieg 1600 m

Berliner Höhenweg - Friensenberghaus
Friensenberghaus
Berliner Höhenweg - Kasseler Hütte
Kasseler Hütte
Berliner Höhenweg - Berliner Hütte
Berliner Hütte

Quelle: Wikipedia